Medienpolitik
Neuer Medienstaatsvertrag in Kraft getreten
Nach Zustimmung aller 16 Landtage trat im November 2020 der neue Medienstaatsvertrag in Kraft.
Er ersetzt den noch aus dem analogen Zeitalter stammenden Rundfunkstaatsvertrag. Insbesondere auf Initiative Hamburgs haben die Länder bereits 2013 mit der Ausarbeitung des Staatsvertrages begonnen. Hamburg hat dabei federführend die Bearbeitung eines der Hauptthemen übernommen: die Regulierung von Medienintermediären.
Aufgrund des technischen Wandels in der Medienwelt war es überfällig, Regelungen für sogenannte Medienintermediäre wie Google und Facebook sowie Video-Sharing-Plattformen wie YouTube in den Medienstaatsvertrag aufzunehmen. Durch die Einführung neuer Transparenzvorschriften und Diskriminierungsverbote für solche Anbieter sollen die Meinungsvielfalt gesichert und Transparenz hergestellt werden. So müssen Medienintermediäre ihren Nutzerinnen und Nutzern künftig die zentralen Kriterien der Sammlung, Selektion und Präsentation von Inhalten und Informationen über eingesetzte Algorithmen zugänglich machen.
Im Dezember 2019 haben sich die Länder nach langjährigen Verhandlungen unter Beteiligung der Stakeholder auf einen Textentwurf geeinigt. Nachdem das Notifizierungsverfahren bei der Europäischen Kommission Ende Januar 2020 abgeschlossen wurde, unterzeichneten die Regierungschefinnen und -chefs der Länder den Staatsvertrag Ende April 2020. Im Anschluss wurde der Vertrag bis Ende Oktober in den Länderparlamenten beschlossen. Nachdem alle Länder zustimmten, trat der Staatsvertrag nun in Kraft.
Autor: VHSt
HBZ · 01/2021
Weitere Artikel aus der Rubrik "Verwaltung aktuell":
Strom- und Gasnetz fusionieren
Energienetz aus einer Hand
Die städtischen Energienetzbetreiber Gasnetz Hamburg GmbH und Stromnetz Hamburg GmbH sollen im Jahr 2024 zu einer spartenübergreifenden Netzgesellschaft fusioniert ...HBZ · 1/2024
Ehrung zum Jubiläum
100 Jahre Buch- und Kunsthandlung Felix Jud
Am 20. November 1923 gründete der Buchhändler Felix Jud (1899-1985) in den Colonnaden seine 'Hamburger Bücherstube'. ...HBZ · 1/2024
Ganztagsbetreuung
Hamburg bundesweit am besten aufgestellt
Schon im Jahr 2012 hat die Freie und Hansestadt Hamburg den Rechtsanspruch auf ganztägige Bildung und Betreuung für alle Schulkinder bis 14 Jahre eing ...HBZ · 1/2024
Personalien
Neue Präsidenten bei Amtsgericht und Polizei
Im November letzten Jahres wählte der Richterwahlausschuss Dr. Guido Christensen zum neuen Präsidenten des Amtsgerichts Hamburg. ...HBZ · 1/2024
Schluss mit dem Papierkram
Bauantrag 2.0 rein digital
Ab dem 1. Januar 2024 ist es vorbei mit den dicken Aktenordnern: Die Baugenehmigungsbehörden der Freien und Hansestadt Hamburg haben das baurechtliche Genehmigungsverfah ...HBZ · 1/2024
Erfolgreiche Umsetzung
Hamburgs Grün erhalten
Im November 2023 informierte der Senat mit dem zweiten Bericht zum 'Vertrag für Hamburgs Stadtgrün' die Bürgerschaft über die Umsetzung der 2019 getroffe ...HBZ · 1/2024



