Sozialmonitoring-Bericht 2020
Tendenz zur Angleichung der Lebensverhältnisse
Der aktuelle Sozialmonitoring-Bericht der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen bezieht sich auf Daten vom Ende des Jahres 2019, sodass die Ausnahmebedingungen des Pandemie-Jahres 2020 noch nicht einfließen.
Der Bericht 2020 für das Sozialmonitoring Integrierte Stadtteilentwicklung betrachtet das Hamburger Stadtgebiet kleinräumig aufgeschlüsselt in insgesamt 850 sogenannte Statistische Gebiete. Anhand mehrerer sozioökonomischer Indikatoren ordnet er jedem dieser Gebiete einen Status von "sehr niedrig" bis "hoch" zu. Ein hoher Status bedeutet zum Beispiel unterdurchschnittliche Arbeitslosigkeit, geringe Anteile von Kindern in der Mindestsicherung und wenige Jugendliche ohne Schulabschluss. In diese Kategorie fallen 141 Statistische Gebiete. Zwei Drittel der Statistischen Gebiete haben einen mittleren Status, die Indikatoren weisen dort also im Vergleich zu Hamburg insgesamt durchschnittliche Werte auf. Jeweils 72 Statistischen Gebieten ordnet das Monitoring einen niedrigen oder sehr niedrigen Status zu. In diesen Gebieten gibt es etwa einen überdurchschnittlichen Anteil von Menschen, die Transferleistungen beziehen. Insgesamt leben rund 343.100 Personen in diesen Gebieten. Das entspricht 18,2 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner Hamburgs.
Insgesamt zeigt sich im längerfristigen Vergleich ein Trend zur Mitte: Seit dem Bericht 2017 ist die Anzahl der Statistischen Gebiete mit einem hohen Status von 158 auf 141 gesunken. Im gleichen Zeitraum hat sich die Zahl der Gebiete mit niedrigem und sehr niedrigem Status von zusammen 153 auf 144 verringert. Der relative Anteil der Statistischen Gebiete mit mittlerem Status ist folgerichtig gestiegen, und zwar kontinuierlich von 63,2 Prozent im Sozialmonitoring-Bericht 2017 auf nunmehr 66,5 Prozent.
Kaum Veränderungen gab es bei der Verteilung der statusniedrigen Statistischen Gebiete in der Stadt. Die räumlichen Ballungen in Stadtteilen wie Steilshoop oder Osdorfer Born stehen daher nach wie vor im Fokus der Integrierten Stadtteilentwicklung. Sie sind mehrheitlich als RISE-Fördergebiete festgelegt. Das heißt, dass sie sozial stabilisiert und städtebaulich aufgewertet werden und die Lebensqualität in den Quartieren erhöht werden soll.
Autor: VHSt
Fotos: © Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen
HBZ · 02/2021
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