Beziehungsgewalt in Hamburg
Neue Sonderabteilung der Staatsanwaltschaft
Nicht erst seit Beginn der Corona-Pandemie zeigen aktuelle Zahlen einen kontinuierlichen Anstieg der Verfahren im Bereich der Beziehungsgewalt.
Um die Straftaten noch effektiver verfolgen zu können, bündelt die Staatsanwaltschaft Hamburg die Ermittlungsverfahren in einer neuen Sonderabteilung.
Für das vergangene Jahr meldet die Staatsanwaltschaft 6.936 Beziehungsgewaltverfahren. Im Jahr 2019 wurden 5.850 Verfahren eingeleitet. Dazu kommt eine hohe Dunkelziffer bei solchen Delikten. Um in diesem Bereich noch schlagkräftiger zu werden, konzentriert die Staatsanwaltschaft die Verfahren nun in einer neuen Sonderabteilung. Dadurch werden die Ressourcen und Erfahrungen gebündelt. Zudem wird das Personal verstärkt: Für die neue Abteilung sind neun volle Stellen vorgesehen. Bisher wurden Beziehungsgewalttaten im Wesentlichen in den Sonderdezernaten der fünf Abteilungen der Hauptabteilung II der Staatsanwaltschaft bearbeitet - mit insgesamt gut vier vollen Stellen, die sich ausschließlich mit Beziehungsgewalttaten befassten.
Um Ermittlungsverfahren aus dem Bereich der Beziehungsgewalt effektiv zu bearbeiten, besteht zudem ein enger Austausch zwischen Staatsanwaltschaft und Polizei. Das Jugendamt wird informiert, wenn es Anhaltspunkte für Gewalttaten innerhalb einer Familie gibt und Kinder davon betroffen sind. Bei Verhandlung steht den Betroffenen häuslicher Gewalt die Zeuginnen- und Zeugenbetreuung des Landgerichts vor allen Gerichten zur Seite. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter informieren die Betroffenen und begleiten sie auf Wunsch auch in den Gerichtssaal.
Autor: VHSt
HBZ · 04/2021
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