Senkrechte Wiesen
Umweltbehörde fördert Fassadengrün
Die Fassaden der Stadt sollen grüner werden. Als eines der größten Projekte hierzu werden die Wände und das Dach des Wissenschaftsgebäudes auf dem DESY-Forschungsgelände aufwendig begrünt.
Als Pilotprojekt befindet sich das Begrünungskonzept auf dem DESY-Forschungscampus im Hamburger Stadtteil Bahrenfeld kurz vor der Fertigstellung. Die Forschungseinrichtung wächst. So ist in den nächsten Jahren eine Nachverdichtung des mehr als 50 Hektar großen Geländes geplant. Angestrebt wird eine effiziente Regenwasserbewirtschaftung zur Abkopplung vom städtischen Abwasserkanalnetz im Sinne von RISA (RegenInfraStrukturAnpassung). Erste Anlagen zur Regenwasserrückhaltung und -versickerung wurden umgesetzt. Bei weiteren Maßnahmen sind Dach- und Fassadenbegrünungen vorgesehen. Das Niederschlagswasser wird durch Gründächer weitgehend zurückgehalten, verdunstet und erst nach Sättigung der Vegetationsschicht abgeleitet. Abfließendes Oberflächenwasser wird in Teiche eingeleitet, um das Grünwassernetz zu speisen. Das Grünwassernetz dient der bedarfsgerechten Fassadenbewässerung.
Für die Forscher von DESY passt das Projekt in vielerlei Hinsicht in die Zentrumsstrategie. "DESY als ein Forschungszentrum mit Weltgeltung muss neben der Sicherung einer internationalen Spitzenforschung auch dafür sorgen, seinen Forschungscampus ständig zu einem effizienten Ökosystem weiterzuentwickeln, in dem attraktive Arbeitsumgebungen, schneller Transfer von Forschungsergebnissen in Gesellschaft und Wirtschaft und insbesondere verstärkt nachhaltige Konzepte realisiert werden", sagt Prof. Helmut Dosch, Vorsitzender des DESY-Direktoriums. "Nachhaltigkeit spiegelt sich heute bei DESY unter dem Motto 'Green DESY' in vielen Facetten wider, von der Erforschung neuartiger Materialien für die Kreislaufwirtschaft, der Nutzung regenerativer Energien für den Betrieb seiner Forschungsinfrastrukturen oder umweltfreundlicher Baumaßnahmen, wie der Begrünung von Gebäuden, die wir nun mit einer unserer Experimentierhallen begonnen haben."
Die Umweltbehörde fördert auch private Eigentümerinnen und Eigentümer, die eine begrünte Pergola, vertikale Gärten oder Fassadengrün anlegen. Antragstellerinnen und Antragsteller können bis zu 40 Prozent der Kosten, maximal 100.000 Euro, erhalten.
Autor: VHSt
Fotos: BUKEA © L+ Landschaftsarchitektur, Visualisierung: luminousfields
HBZ · 06/2021
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