Von Corona-Auswirkungen geprägt
Geschäftsbericht der FHH 2020
Der Jahres- und Konzernabschluss 2020 der Freien und Hansestadt Hamburg sowie die Haushaltsrechnung zeigen, wie es um die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Stadt bestellt ist.
Die Corona-Pandemie hat Hamburg im Jahr 2020 vor große Herausforderungen gestellt. Zahlreiche Unterstützungsprogramme wurden initiiert, um die wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Pandemie abzufedern. Dies blieb nicht ohne Auswirkungen auf das Zahlenwerk des Jahres- und Konzernabschlusses.
In der Bilanz wurden zum Beispiel Steigerungen bei den Finanzanlagen (+ 1,1 Mrd. Euro) sowie bei den Forderungen und der Liquidität (+ 1,5 Mrd. Euro) durch höhere Rückstellungen (+ 1,5 Mrd. Euro) und aufwachsende Verbindlichkeiten (1,7 Mrd. Euro) überkompensiert. Entsprechend nahm der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag in der Bilanz zu. Dies korrespondierte erstmals seit drei Jahren mit einem Fehlbetrag in der Ergebnisrechnung der Kernverwaltung (- 426 Mio. Euro). Auch auf Konzernebene - Kernverwaltung inkl. ihrer Tochterorganisationen - verblieb ein Fehlbetrag von - 322 Mio Euro.
Wie schon in den Vorjahren fiel das Ergebnis auf Konzernebene leicht besser aus als in der Kernverwaltung. Hierzu hat die Kernverwaltung mit geleisteten Zuweisungen und Zuschüssen einen großen Beitrag geleistet. Zudem waren nicht alle öffentlichen Unternehmen von den Eindämmungsmaßnahmen betroffen. Hamburg bekennt sich in seiner Haushaltspolitik heute und zukünftig zum Grundsatz der Generationengerechtigkeit und der Nachhaltigkeit. Die für die Bewältigung der Folgen der Corona-Pandemie aufgenommenen zusätzlichen Kredite unterliegen einer Tilgungsregelung ab 2025. Dies sichert die finanzpolitische Handlungsfähigkeit der Stadt und sorgt für Vertrauen in die Solidität der städtischen Finanzen. Die Druckfassung des Geschäftsberichts kann ab Oktober 2021 über die Pressestelle der Finanzbehörde bezogen werden und ist online unter www.hamburg.de/fb/geschaeftsbericht abrufbar.
Autor: VHSt
HBZ · 10/2021
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