Bornplatzsynagoge
Stiftung zum Wiederaufbau nimmt Arbeit auf
Nach intensiven Gesprächen ist es der Jüdischen Gemeinde Hamburg gelungen, ein renommiertes und international anerkanntes Architekturbüro mit der Erstellung der Machbarkeitsstudie für das Großprojekt des Wiederaufbaus der Bornplatzsynagoge im Hamburger Grindelviertel zu beauftragen.
Die Präsentation der Ergebnisse der Studie ist bis Mitte 2022 vorgesehen. Außerdem hat die Gemeinde zusammen mit der Initiative Wiederaufbau Bornplatzsynagoge ein juristisch geprüftes Stiftungsmodell erarbeitet, das erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt und bereits von der Hamburger Stiftungsaufsicht anerkannt wurde. Die Synagoge am Bornplatz im Hamburger Grindelviertel wurde 1906 eingeweiht und diente der Deutsch-Israelitischen Gemeinde (DIG) Hamburg als Hauptsynagoge. In unmittelbarer Nähe wurde 1911 die Talmud-Tora-Schule errichtet. Die Bornplatzsynagoge bot rund 1.200 Gläubigen Platz.
Sie galt als größte Synagoge Norddeutschlands und zählte zu den größten freistehenden Synagogenbauten Nordeuropas. In der Reichspogromnacht 1938 wurde sie verwüstet und 1939 auf Kosten der Gemeinde abgerissen. Fünfzig Jahre nach der Zerstörung, im Jahr 1988, wurde der Platz umgestaltet. Seitdem erinnert ein Bodenmosaik an den einstigen Standort der Synagoge. Am 9. November 2020 startete die öffentliche Kampagne zum Wiederaufbau der 1938 zerstörten Bornplatzsynagoge. Bis zum Ende der Kampagne am 27. Januar 2021 unterstützten 107.000 Menschen das Anliegen.
Autor: VHSt
HBZ · 12/2021
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