Bergedorfer Sternwarte
Bewerbung für UNESCO-Welterbe
Nach einer ersten Bewerbung im Jahr 2012 hat Hamburg das als national wertvoll eingestufte Kulturdenkmal erneut ins Rennen um den Welterbe-Titel geschickt und bei der Kultusministerkonferenz (KMK) für eine Bewerbung angemeldet.
Die KMK entscheidet 2023 darüber, welche Stätten auf der offiziellen Vorschlagsliste der Bundesrepublik (Tentativliste) zum Welterbe vertreten sein werden und ab 2025 in die offizielle Bewerbungsphase bei der UNESCO einsteigen dürfen. Nur Stätten, die auf dieser Vorschlagsliste verzeichnet sind, können in den kommenden zehn Jahren Anträge auf Eintragung in die UNESCO-Liste des Kultur- und Naturerbes der Welt stellen.
Das zwischen 1906 und 1912 erbaute Ensemble Hamburger Sternwarte in Bergedorf ist die erste und heute noch vollständige Anlage der Übergangszeit von der klassischen Astronomie zur modernen Astrophysik und dokumentiert diesen Wandel in einzigartiger Weise. Als weltweit einzigartiges Zeugnis zeigt sie mit ihrer instrumentellen Ausstattung die technische Entwicklung der Teleskoptechnik von etwa 1850 bis zur Gegenwart. Ihr Linsenteleskop im Kuppelgebäude gehört zu den größten in Deutschland und ist ein wichtiges Zeugnis der Wissenschaftsgeschichte, das heute überwiegend für öffentliche Himmelsbeobachtungen, aber auch für Lehr- und Forschungszwecke des Fachbereichs Physik an der Universität Hamburg genutzt wird. Seit 1996 steht das Ensemble unter Denkmalschutz.
Autor: VHSt
HBZ · 12/2021
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