VHSt - Hamburgischer Verein für den öffentlichen Dienst
Hamburgischer Verein für den öffentlichen Dienst
 
Aktuelle Ausgabe
Titelfoto: © Lichthof Sprinkenhof (c) Wolfgang - stock.adobe.com

Das Mitgliedermagazin

Hamburgische Zeitschrift für den öffentlichen Dienst

 

Mitglied werden

Profitieren Sie von der Mitgliedschaft im VHSt. Einfach ausdrucken und ausgefüllt an uns senden.

 

BESONDERE VERANSTALTUNGEN


 

Top-Themen

Aufgeblättert: Buchtipp

Eine Blume namens Uwe

Buchcover: (c) Jonglez Verlag
Buchcover: (c) Jonglez Verlag

Ein Hamburg-Führer, der anders ist als seine unzähligen Vorgänger.

In Rike Wolfs und Holmer Stahnckes Band Verborgenes Hamburg stehen nicht Alster, Michel oder Elbphilharmonie im Fokus, sondern Abseitiges, Skurriles und Verborgenes. Oder ist Ihnen etwa der Schwemmholzpfad am Köhl branddeich bekannt? Andernorts wird angetriebenes Schwemmholz für viel Geld an Touristen verkauft, am Köhlbrand kann man kostenlos zugreifen. Das Autorenduo empfiehlt deshalb, mit dem Auto anzureisen, um die Fundstücke sogleich verstauen zu können.

Weiter gilt es, historische Litfaßsäulen, Grenzmarkierungen zwischen Hamburg und Altona sowie napoleonische Kanonenkugeln zu entdecken - oder einen Blütengarten, in dem man "Uwe Seeler" bewundern kann. Das handliche Buch hält mehr als 140 Überraschungen parat. Wussten Sie beispielsweise, dass Hamburgs kleinstes Denkmal den Chilehaus-Baumeister Fritz Höger darstellt? Es befindet sich in einer Nische des von ihm entworfenen Broschek-Hauses, das der bekannte Architekt Volkwin Marg lange nach Högers Tod vollendete. Marg entdeckte die Plastik im Privatbesitz der Witwe und ließ daraus einen Abguss fertigen. Nun sitzt der "kleine Fritz" lässig, auf die Knie gestützt und schaut selbstbewusst und ein wenig überheblich - ganz so, wie es seinem ruppigen Naturell entsprach - von seinem Sockel herab.

Unerwartetes findet sich auch in Planten un Blomen. Dort befanden sich von 1795 bis ins frühe 20. Jahrhundert die Friedhöfe der Hauptkirchen. Die letzten Gräber wurden 1930 eingeebnet. Heute erinnert nur noch ein versteckter, über einen Trampelpfad erreichbarer Sarkophag an diese Zeit. Die Inschrift "Friede den Entschlafenen" von 1815 ist den zahlreichen Opfern der "Franzosenzeit" gewidmet, eines der schlimmsten Kapitel in der Geschichte Hamburgs.

Rike Wolf, Holmer Stahncke: Verborgenes Hamburg, Jonglez Verlag, Ostfildern 2025, 312 Seiten, 21,95 Euro


Autor: Volker Stahl

HBZ · 07/2025
 
Weitere Meldungen:

Das Hamburg-Rätsel

Welchen Garten schmückt diese Zypressen-Figur?

Liebe Leserin und lieber Leser, mit unserem Hamburg-Rätsel können Sie testen, wie gut Sie Hamburg kennen....
HBZ · 7/2026
 

Editorial

Eine Ära neigt sich dem Ende entgegen

Liebe Mitglieder des VHSt, liebe Kolleginnen und Kollegen, dieses Editorial fällt mir sehr schwer. Denn es gibt schlechte Nachrichten für die Leserinnen und L...
HBZ · 7/2026
 

Aufgeblättert: Buchtipp

Das ungebaute Hamburg

Es ist eine charmante Idee, die Visionen einer anderen - in diesem Fall: ungebauten - Stadt in einem dickbäuchigen Buch zu bündeln....
HBZ · 4/2026
 

Geschichten aus Hamburgs Geschichte

Erquickendes Elixier

Die Wiener Kaffeehaus-Kultur ist weltberühmt, doch die Hamburger waren schneller....
HBZ · 4/2026
 

Satzung und Ferienwohnungen

Nächste Schritte des Vereins

Während die Mitgliederzahlen des Vereins Hamburgischer Staatsbeamten r. V. weiter sinken und wir uns Tag um Tag dem 150-jährigen Jubiläum nähern, arbeiten wi...
HBZ · 4/2026
 

Lernen am Bildschirm?

Digitalisierung an den Hamburger Schulen

Nicht nur in der Verwaltung schreitet die Digitalisierung immer weiter voran. Auch an den Hamburger Schulen hält sie immer mehr Einzug....
HBZ · 4/2026
 
 
 
 

TOP