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VHSt-Mitgliederversammlung 2026

Ein Verein am Übergang

Die Mitgliederversammlung des Vereins Hamburgischer Staatsbeamten r. V. am 11. Juni fand erstmalig in den Räumlichkeiten des Vereins in der Rathausstraße 7 statt.

Die Atmosphäre gewann dadurch deutlich, etwa dreißig Mitglieder tauschten sich intensiv, herzlich und zugleich sehr offen aus.

Mitgliederzahl und Aktivitäten schrumpfen


Der Vorstand berichtete von bekannten Entwicklungen: Sinkende Mitgliederzahlen - inzwischen weniger als 600 - und die Altersstruktur bewirken eine kaum mehr bestehende Nachfrage nach unseren Angeboten. Die Stadtteilgruppe Harburg muss leider eingestellt werden, da sich keine Nachfolge für Irene Meyer fand, die nach vielen Jahren liebevoller Arbeit deren Leitung aufgibt. Auch auf diesem Weg noch einmal vielen, vielen Dank an Irene Meyer für all die Arbeit und übernommene Verantwortung in Harburg und im Vorstand!

Da die Nachfrage der Mitglieder nach den Ferienwohnungen in St. Peter-Ording weiter nachgelassen hat und parallel größere Investitionen anstünden, hat ein gutes Angebot den Vorstand veranlasst, die Nr. 70 zu verkaufen. Der Käufer will interessierten Mitgliedern weiter Vorteile einräumen - das Vorgehen wird in der nächsten HBZ beschrieben. Auch die Nummer 41 soll verkauft werden; die Rendite auf dem Kapitalmarkt ist höher und der Aufwand geringer. Wie im Editorial beschrieben, wird auch das regelmäßige Erscheinen der HBZ zum Ende des Jahres eingestellt.

Ausrichtung auf die Zukunft


Der Vorstand wird der nächsten Mitgliederversammlung eine neue Satzung zum Beschluss vorlegen. Anschließend an Werte und Geschichte des VHSt sollen in deren Zweckbestimmung die meisten aktuellen Angebote Platz finden, während sie zugleich als gemeinnützig anerkannt werden könnte.

Zwar nicht mehr im Vorstand, aber immer noch eine wichtige Stimme: Bernd Ricanek, Foto: (c) Myriam Richter
Zwar nicht mehr im Vorstand, aber immer noch eine wichtige Stimme: Bernd Ricanek, Foto: (c) Myriam Richter

In der Diskussion fragten einige Mitglieder, warum sie angesichts dieser Entwicklungen noch Mitglied bleiben sollten. Der Vorstand anerkannte die Berechtigung dieser Frage ausdrücklich. Sie entsteht daraus, dass der Verein sich am Übergang befindet: Die Zeiten, in denen er als Selbsthilfeorganisation Zehntausenden Mitgliedern finanzielle Vorteile verschaffte und dabei wirtschaftlich erfolgreich war, sind lange vorbei. Der Bedarf nach einem solchen Verein ist offensichtlich nicht mehr vorhanden. Künftig wird es darum gehen müssen, die noch vorhandenen Mittel und Erträge daraus zum Nutzen der Mitglieder und darüber hinaus der Stadtgesellschaft einzusetzen. Der Verein, der für Mitglieder des öffentlichen Dienstes gegründet wurde, wird eine relevante Zukunft nur als Verein für den Dienst an der Öffentlichkeit haben, indem er der Stadt, die ihn hervorgebracht hat, etwas zurückgibt. Die Diskussion darum wird weitergehen.

Autor: Dr. Arne Offermanns

HBZ · 07/2026
 
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