Hamburgischer Verein für den öffentlichen Dienst
Hamburgischer Verein für den öffentlichen Dienst

Verein Hamburgischer Staatsbeamter r.V.  |  Gegründet 1879

Hamburgischer Verein für den öffentlichen Dienst

Rathausstraße 7  ·  20095 Hamburg  |  Telefon: (040) 357 47 10

 
Aktuelle Ausgabe

Das Mitgliedermagazin

Hamburgische Zeitschrift für den öffentlichen Dienst

 

BESONDERE VERANSTALTUNGEN

  • Einladung: Große VHSt-Jubiläums-Kreuzfahrt
  • Einladung zur Vortragswiederholung 'Vorsorge kennt kein Alter!'
  • Kriminaltour - Den Verbrechern auf der Spur
  • Airbus - Erleben Sie Flugzeugbau live und hautnah

 

Geschichte

Carl Friedrich A. Hedler 1879 Am 25.Januar 1879 gründete Kaidirektor Carl Friedrich A. Hedler mit 80 Beamten den Verein Hamburgischer Staatsbeamten. Vereinsziel: Pflege des geistigen und geselligen Lebens, Förderung des wirtschaftlichen Wohls und Vertretung der Standesinteressen seiner Mitglieder.

Der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg hat nach dem damals geltenden Recht dem Verein die Rechtsfähigkeit verliehen. Seitdem heißt er Verein Hamburgischer Staatsbeamten r. V.. Nach dem am 1. Januar 1900 in Kraft getretenen Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) kennt das Vereinsrecht nur noch Vereine mit dem Zusatz e.V. (eingetragener Verein im Vereinregister des Amtsgerichts). Den Verein Hamburgischer Staatsbeamten (abgekürzt VHST) wird man dort vergeblich suchen.

Aufsichtsbehörde für den VHST ist der Hamburger Senat, früher die Senatskanzlei, seit dem 1. 1. 2003 die Justizbehörde.

Im September 1879 überbrachte der Verein dem Hohen Senat die "gehorsamste Petition des Vorstandes betreffend den Erlass eines Pensions- und Disziplinargesetzes. Ende 1879 betrug die Mitgliederzahl 212.
 
1880 Die Petition zeigte Wirkung. Der am 26.Mai 1880 präsentierte Senatsentwurf für die Schaffung eines Disziplinar- und Pensionsgesetzes für die Beamten hatte die vom Verein eingereichten Vorschläge weitreichend akzeptiert.

Den gleichen Erfolg verbuchte der Verein beim Erscheinen der "revidierten Verordnung der Pensionskasse für die Witwen und Weisen der hamburgischen Staatsangestellten" am 15. Juli 1881.

Die ungünstige wirtschaftliche Situation der Staatsbediensteten versuchte der Verein mit eigens von ihm geschaffenen Selbsthilfeeinrichtungen zu verbessern – Gründung einer Spar- und Darlehenskasse, Einrichtung eines Unterstützungsfonds für Beamtenwitwen und -waisen sowie einer Sterbekasse.
 
1889 Der VHST stieg in das "Waaren-Verteilungsgeschäft“ ein, sogenannte Konsumvereine boten preisgünstige Einkaufsmöglichkeiten, 6 Geschäftsverkaufsstellen boten entsprechende Waren an Staatsbedienstete. Mitgliederzahl 910.
 
Carl Hagenbeck's Tierpark
 
1893 Forderung an die Bürgerschaft um die Gewährung des passiven Wahlrechts auch für Beamte. 1. Vereinsbüro Große Bleichen 46.
 
1894 Öffnung des Vereins für alle Staatsbediensteten, für Arbeiter, Angestellte und Beamte. Durch den günstigen Mitgliederbeitrag von 2 Mark stieg die Zahl der Mitglieder auf das Zehnfache.
 
1896 Am 1. Januar 1896 publizierte der Verein die 1. Ausgabe der "Monatlichen Vereinsmitteilungen" (Auflage 10 000), der Vorläufer der Hamburgischen Beamtenzeitung, jetzt HBZ – Hamburgische Zeitschrift für den öffentlichen Dienst.

Mitgliedschaft beim Verein für Kinderheilstätten, Verein zur Heilung stotternder Volksschüler, Spenden an das Cholera – Notstandskomitee, an das Kirchenpauerdenkmal (Kirchenpauer 1. Bürgermeister), Petersen – Denkmal (ab 1876 1. Bürgermeister).

Beitrag des VHST zur Ausgestaltung des Hamburger Rathausneubaus. Rathaus-Neubauarchitekt Martin Haller hatte geplant, das Bürgermeisteramtszimmer mit 3 Buntglasfenstern zu schmücken. Der VHST stiftete die 3 Fenster, die Vorstandsmitglieder Direktor Morath, Direktor Prof. Dr. Wedehaupt und Bauinspektor Vermehren waren bei der Geschenkübergabe anwesend. Übergabe 23. Oktober 1897.

Die Fenster wurden im 2. Weltkrieg leider zerstört. Nachbildungen für das Bürgermeisterzimmer wurden gefertigt und eingebaut.
 
Hamburgische Beamtenzeitung
 
1898 Beschluss der Mitgliederversammlung für eine demokratische Reorganisation des Vereins. Schaffung von 13 Bezirken bzw. Bezirksversammlungen; Einsetzung von Verwaltungsausschüssen.
 
1902–1914 Diverse Eingaben an den Senat u. a. betreffend eines Fürsorgegesetzes, Vorverlegung des Gehaltstermins vom 15. auf den Monatsersten und Erhöhung der Pensionsbezüge.

Gründung von 4 vereinseigenen Versicherungen (Feuerkasse 1902), Einbruchskasse (1902), Krankenkasse (1906) und die Sterbekasse.

Weitere Selbsthilfeaktivitäten, u. a. Einrichtung von Warenverkaufsstellen, Beamtenladenketten (Umsatz 1911 2,3 Mio. Mark), Spar- und Darlehenskasse des Vereins mit Spareinlagen von rd. 1,3 Mio. Mark.
 
1918 Wirtschaftliche Betriebsteile des Vereins durch Kriegswirren und Inflation in der Existenz bedroht, Mitgliederzahl stürzt um 50% auf 10.000.
 
Heiligengeistbrücke 2 1925 Die Büros in der Kaiser-Wilhelmstraße 85 wurden zu eng; Erwerb des Grundstücks Heiligengeistbrücke 2/Ecke Admiralitätsstraße.
 
1929 Mitgliederzahl des Vereins stieg auf 19 000. 50-jähriges Bestehen im Festsaal der Musikhalle gefeiert, Ansprache Bürgermeister Dr. Petersen, Ansprache Bürgerschaftsvizepräsident Grewsmühl. Musikalischer Rahmen Wagner, Liszt, Carl-Maria von Weber.
 
1932 Wirtschaftliche Depression, Spar- und Darlehenskasse stand vor dem Konkurs. Nur mit einer Ausfallbürgschaft des Senats wurde die Kasse gerettet.

Neuer Dienstleistungszweig: Verein als Reiseveranstalter.
 
1933 Der Verein wurde von den Nationalsozialisten wegen der satzungsmäßig festgeschriebenen Ziele kritisch betrachtet. Der Verein reduzierte sich auf seine Funktion als Geldinstitut, Tarnung als Kreditinstitut war die Devise.
 
1939 Die Nationalsozialisten leiteten Schritte gegen den VHST ein. Der Gauwirtschaftsberater Dr. Wolff forderte die Vereinssatzung und die Darlehensbedingungen an.
 
Müller Schuhfabrik
 
1943 Am 30.Juni 1943 erfolgte die Zwangsauflösung des Vereins. Das Vereinsbüro wurde geschlossen, die beiden Hamburger Sparkassen übernahmen die Geldgeschäfte des Vereins.

Es erging die Anordnung: "Betr.: Rationalisierung im Kreditgewerbe
Aufgrund des Erlasses des Herrn Reichswirtschaftsministers – IV Kred. L 0884/43 – und IV Kred.7/20360/43 – ist die Überführung des Kreditinstituts Ihres Vereins im Sinne des K.W. §§ 1 und 3 auf die Hamburger Sparkassen angeordnet. Ich bitte die erforderlichen Verhandlungen mit der neuen Sparkasse von 1864 und der Hamburger Sparkasse von 1827 umgehend aufzunehmen und mir den Vollzug der Überführung bis zum 30. Juni 1943 mitzuteilen.
Der Stabsleiter
Dr.Wolff."
 
1945 Im März 1945 war die Überleitung der Giro- und Sparkonten auf die beiden Hamburger Sparkassen vollendet.

Das Vereinsbüro an der Heiligengeistbrücke versank im Feuerregen der britischen Bomberflugzeuge in Schutt und Asche. Auch für den VHST hatte die Stunde Null begonnen. In der Wohnung Gottschedstr.24 des neuen Vereinsvorsitzenden Oberstudienrat Dr. Faehler entstand das neue "Vereinsbüro".

Von dem langjährigen 1.Vorsitzenden Professor Dr. Körner hatte Dr. Faehler kurzfristig das Amt übernommen, nachdem er von der russischen Front zurückgekehrt war.
 
1947 Erste Jahreshauptversammlung. Herr Hagemeister wurde 1. Vorsitzender (Amtszeit von 1947-1968). Herr Hagemeister erwarb wesentliche Verdienste um den Wiederaufbau des Vereins, Beitritt zum Hamburger Beamtenwirtschaftsring. Errichtung von Altenwohnungen (Hagendeel) und eines Mietshauses (Kielerstr./Armbruststr.).
 
1962 VHST-Reisedienst, Organisation von sog. ABC-Flügen, Erste Charterflüge speziell für Vereinsmitglieder in die USA mit einer Super-Star-Konstellation der Lufthansa (Reisegeschwindigkeit 470 km/h, 14 Stunden nach Amerika).
 
Prof. Dr. Weichmann 1969 Grußwort des 1. Bürgermeisters Prof. Dr. Weichmann zum 90-jährigen Bestehen des Vereins.
 
1. Bürgermeisters Hans-Ulrich Klose 1979 100-jähriges Jubiläum des VHST, Grußwort des 1. Bürgermeisters Hans-Ulrich Klose, weitere Grußworte von Valentin Schiedek (Vors. des Deutschen Beamtenbundes-Landesverband Hamburg), Hans Saalfeld (Vors. des Deutschen Gewerkschaftsbundes – Kreis Freie und Hansestadt Hamburg), Horst Mathiessen (Vors. Gewerkschaft Öffentliche Dienste, Transport und Verkehr – Bezirksverwaltung Hamburg) Lutz Freitag (Landesverbandsleiter der Deutschen Angestelltengewerkschaft Hamburg).
 
1986 Veräußerung der Altenwohnungen Hagendeel und des Mietshauses Kieler Straße aufgrund des hohen Investitionsbedarfs, Erwerb des jetzigen Vereinshauses in der Neuen ABCStraße 8 (kontorartiger Bau im Jugendstil vom Baumeister Fosshag aus dem Jahre 1905, Erster Eigentümer Carl Klinkwort, 1926 hatte es die Heilsarmee erworben und 1955 an die Fa. Röder & Langhoff weiterverkauft), Kauf der Ferienwohnungen in St. Peter-Ording, wesentliche Aktivitäten des langjährigen 1. Vorsitzenden Dr. Paul Streller (im Vorstand 1960-1999).
 
Dr. Henning Voscherau 1994 115 Jahre VHST, Grußwort des 1. Bürgermeisters Dr. Henning Voscherau

"Selbsthilfe macht stark, besonders in der Gemeinschaft. Der Verein kann auf eine über 100-jährige Geschichte zurückblicken. Als Selbsthilfeorganisation vertritt der Verein heute nicht nur die Interessen von Beamten, sondern von rund 8000 aktiven und ehemals aktiven Beschäftigten des gesamten hamburgischen öffentlichen Dienstes".
 
1997 26.Oktober 1997, 100 Jahre Rathaus Hamburg, Dr. Voscherau an den Verein:

"Unter den Glasfenstern im Bürgermeister-Amtszimmer steht heute wieder "Gestiftet vom Verein Hamburgischer Staatsbeamten", was aufs neue die Verbundenheit des Vereins und seiner Mitglieder mit dem Rathaus als dem politischen Zentrum der Stadt dokumentiert.

Dr. Henning Voscherau, Erster Bürgermeister der FHH
 
2000 Nach dem Ausscheiden des 1. Vorsitzenden Dr. Streller und des Stadtteilgruppenvorsitzenden Hermann Schön aus dem Vorstand führt der neue Vorstand mit Joachim Meyer als 1. Vorsitzenden, Dietrich Severin 2. Vorsitzenden, Marion Schulz Schriftführerin, Helge Rodewald Stadtteilgruppenvorsitzenden und Bernd Ricanek als Schatzmeister den Verein in die neue Zeit.

Neugestaltung der Satzung nach Beschluss durch die Mitgliederversammlung, Erweiterung der Mitgliedschaft. Familienangehörige der aufnahmeberechtigten Personen sowie Freunde und Förderer des VHST können Mitglied werden.
 
2001 Mit der Dezemberausgabe wurde die HBZ im Farbdruck herausgegeben. Mit der darüber hinaus neu gestalteten HBZ knüpft der Verein an die Tradition an, seine Mitglieder aktuell über die Entwicklung in den hamburgischen Behörden zu informieren. Politikern und Fachleuten des Öffentlichen Dienstes wird die Gelegenheit gegeben, in der HBZ zu Wort zu kommen und politisch-administrative Bereiche des Öffentlichen Dienstes in der Veränderung, in der Modernisierung darzustellen.
 
Beamtentöchter
 
2002 Für die Chronik ist eine Vereinsaktivität besonders hervorzuheben, die das Verhältnis seiner Mitglieder zum Verein charakterisiert: Die HBZ berichtet über eine Feierstunde, in der die Mitglieder geehrt wurden, die 50 Jahre ununterbrochen dem Verein die Treue gehalten haben.
 
2002 Die Fassade des Vereinshauses wurde aufwendig restauriert.
 
2003 Die EDV-Anlage des Vereins wurde komplett modernisiert und mit neuester Technik ausgestattet. Vorbereitungen für das 125jährige Jubiläum des Vereins haben begonnen. Geplant ist eine Sonderausgabe der HBZ sowie eine zentrale Veranstaltung mit maritimen Charakter.
 
Ole von Beust 2004 125 Jahre Verein Hamburgischer Staatsbeamten r.V. (VHSt). Jubiläumsausgabe HBZ Mai 2004.

Grußwort des 1. Bürgermeisters der Freien und Hansestadt Hamburg, Ole von Beust, in der HBZ zum Jubiläum des Vereins.

Große Jubiläumsfreier für die Mitglieder des VHSt an Bord des Schiffes „Louisiana Star“ auf der Elbe.
 
2005 Mitgliederversammlung beschließt den Jahresbeitrag von € 30,-.
 
2006 Kooperationsvertrag mit dem Globetrotter Reisebüro. Durch den neuen Kooperationspartner können künftig für die VHSt-Mitglieder alle Reisegeschäfte optimal angeboten werden.
 
2007 Strukturelle Veränderungen durch Anpassung im Personalbereich des Vereins wegen rückläufiger Mitgliederzahlen. Die Mitgliederzahl beläuft sich auf über 3.000 Mitglieder.
 
2008 Grundlegende Renovierung in den 3 Ferienappartements des Vereins im Haus Germania in St. Peter-Ording.
 
2010 Wärmedämmung der Außenfassade des Vereinshauses in der Neuen ABC-Str. 8.
 
2011 Beschluss über weitere finanzielle Unterstützung der Aktivitäten in den Stadtteilgruppen und beim Verein durch die Stiftung.
 
2014 Das Vereinshaus wird unter Denkmalschutz gestellt. 135 Jahre VHSt-Jubiläumsfahrt nach Dresden und Prag.
 
2016 Mitgliederversammlung beschließt den Jahresbeitrag von € 36,–.
 
2010 - 2017 Ausweitung der Angebotspallette für die Mitglieder z.B. mit zahlreichen Informationsveranstaltungen, Besichtigungen, Tagesfahrten, Freizeitkursen, Großveranstaltungen, Theaterbesuchen, wobei das bereits schon zur Tradition gewordene alljährlich stattfindende weihnachtliche Festessen mit Unterhaltungsprogramm bei den Mitgliedern besonderen Anklang findet.

 
 
140 JAHRE VHST - EIN STOLZES JUBILÄUM

140 JAHRE VHST - EIN STOLZES JUBILÄUM

In diesem Jahr feiern wir unseren 140. Geburtstag: Hundertneununddreißig Jahre einer bewegenden und ereignisreichen Vereinsgeschichte.


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