Titelfoto: © Eine Lochkarte war das Vorbild für die Fassade des Kallmorgen Tower, Foto: (c) stahlpress Medienbüro
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Fernsehturm Hamburg
Der Hamburger Tele-Michel
Der Fernsehturm als höchstes Gebäude der Hansestadt Hamburg prägt das Stadtbild als allgegenwärtiger Gigant. Die Aussichtsplattform und das Dreh-Restaurant sind seit dem Jahre 2001 geschlossen. Pläne zur Wiedereröffnung gab es in den letzten Jahre viele.
Wiedereröffnung für die Öffentlichkeit?
Seit Jahren gibt es immer wieder verschiedene Ideen die Aussichtsplattform des Heinrich-Hertz-Turmes mitsamt Restaurant der Öffentlichkeit erneut zugänglich zu machen. Die jüngsten und mittlerweile sehr konkreten Pläne zur Wiedereröffnung des Restaurants und der Aussichtsplattform in rund 130 Metern stammen von Martin Dencker, der sich seit Jahren für die Wiederbelebung des Fernsehturms engagiert. Mitte 2014 holte er sich mit Achim Behrens (Lift-Consulting), Heinfried Strauch (Unternehmer), Hartmut Witte (Sponsoring und Spendenmarketing), Andre Hellbusch (Architekt) und Peter Gero (Baudezernent A.D.) hochkarätige Verstärkung ins Boot und konnte im Spätsommer 2015 ein innovatives Brandschutzkonzept präsentieren, das den Anforderungen der Hamburger Baubehörde gerecht wird. Da die gewerblichen Einnahmen die hohen Sanierungskosten nicht werden decken können, wurde bereits im Juli 2015 die gemeinnützige Stiftung "Hamburg Fernsehturm Aufwärts" von den Familien Strauch und Dencker-Labryga gegründet. Diese soll sich um das Sammeln der Spenden kümmern und neben Privatpersonen vor allem auch Sponsoren und Förderer aus der Hamburger Wirtschaft für das Projekt Fernsehturm gewinnen.
Der Fernsehturm als Orientierungspunkt in Hamburg
Der im Volksmund als Tele-Michel bekannte Fernmeldeturm im Stadtteil St. Pauli ist als Blickfang aus der Hansestadt nicht mehr wegzudenken. Mit einer Gesamthöhe von 279,2 Metern überragt er alle anderen Gebäude in der Stadt und ist zudem der sechsthöchste Fernsehturm Deutschlands. Nicht nur vom unmittelbar gegenüber liegenden Park "Planten un Blomen", sondern auch aus vielen weiteren Ecken der Hansestadt kann die Turmspitze gesehen werden und dient dabei stets als willkommener Orientierungspunkt. Vom Turm aus sind die Messehallen, das Karolinenviertel, das Schanzenviertel und auch das Heiligengeistfeld fußläufig zu erreichen.
Der Heinrich-Hertz-Turm und seine Aufgabe
Der Turm dient der Abstrahlung von Rundfunk- und Fernsehprogrammen. Benannt ist der Fernsehturm nach dem Hamburger Physiker Heinrich Hertz. Er war einer der wichtigsten Physiker des 19. Jahrhunderts. Berühmtheit erlangte Hertz mit seinen Arbeiten zum experimentellen Nachweis elektromagnetische Wellen. In Hamburg ist neben dem Fernsehturm auch eine Gesamtschule nach dem Physiker benannt worden.
Geschichte des Fernsehturms
Erbaut wurde der Turm aus Stahl und Beton in den Jahren von 1966 bis 1968 durch die Architekten Fritz Trautwein und Rafael Behn. Ihr Entwurf konnte sich in der Endrunde des ausgeschriebenen Architekturwettbewerbs gegen sechs andere Vorschläge durchsetzen. Bei der Planung des Fernmeldeturms in den 60er Jahren wurde von der Stadtplanung der Wunsch geäußert, den Turm mit einem Restaurant und einer öffentlichen Aussichtsplattform auszustatten. Die offizielle Eröffnung der Aussichtsplattform erfolgte am 1. Mai 1968. Früher drehte sich zudem eine Gastronomieplattform binnen einer Stunde um die eigene Achse. Doch seit dem 1. Januar 2001 ist sowohl die Aussichtsplattform als auch die Gastronomie des Fernsehturms geschlossen. Nachdem der Turm unter anderem wegen Asbestbelastung grundsaniert werden musste, konnten keine neuen Investoren für die Räumlichkeiten gefunden werden. Der Turm steht unter Denkmalschutz.
Autor: VHSt, hamburg.de
Fotos: Andres Lehmann
HBZ · 09/2016
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