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Titelfoto: © Eine Lochkarte war das Vorbild für die Fassade des Kallmorgen Tower, Foto: (c) stahlpress Medienbüro

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Das Hamburg-Rätsel

Welcher Musentempel befindet sich hinter dieser Glasfassade?

Foto: (c) stahlpress Medienbüro
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Liebe Leserin und lieber Leser, mit unserem Hamburg-Rätsel können Sie testen, wie gut Sie Hamburg kennen.

Senden Sie die richtige Lösung zu unserer Frage unter Nennung des Stichworts "Hamburg-Rätsel" per E-Mail an verein@vhst.de oder per Postkarte an folgende Adresse: Verein Hamburgischer Staatsbeamten r. V., Rathausstraße 7, 20095 Hamburg. Unter allen richtigen Einsendungen bis zum 30. April 2026 verlosen wir einen Gutschein für die Europa-Passage über 25 Euro.

In dieser Ausgabe lautet die Frage:

Welcher Musentempel befindet sich hinter dieser Glasfassade?



Das Chilehaus ist eine Ikone des Backstein-Expressionismus, Foto: (c) stahlpress Medienbüro
Das Chilehaus ist eine Ikone des Backstein-Expressionismus, Foto: (c) stahlpress Medienbüro

Auflösung des Rätsels aus der letzten Ausgabe: Chilehaus


Neben dem Michel gehört das von 1922 bis 1924 errichtete Chilehaus zu den markantesten Wahrzeichen der Hansestadt. Mit seiner spitzen, bugartigen Ecke und der kurvig gestalteten Fassade erinnert das Bauwerk an ein Schiff. Das passt ebenso zur Hafenstadt Hamburg wie der wetterbeständige robuste Klinker, den der Baumeister Fritz Höger in seiner expressionistischen Phase bevorzugt verwendete. Zusammen mit Hamburgs Oberbaudirektor Fritz Schumacher machte der im schleswig-holsteinischen Dorf Bekenreihe bei Elmshorn geborene Architekt den norddeutschen Backsteinbau populär, der den in der Hansestadt üblichen Putzbau ablöste.

Höger konzipierte sein berühmtestes Bauwerk als Kontorhaus mit 35.000 Quadratmetern Nutzfläche auf neun Stockwerken, davon vier Staffelgeschosse. Finanziert wurde das Chilehaus vom Kaufmann Henry Brarens Sloman, der mit dem Import von Salpeter aus Chile ein Vermögen verdient hatte. Die stilprägenden Bockhorner Klinkersteine hatte Sloman lange vor Baubeginn auf Vorrat erworben.

Manch zeitgenössischer Kritiker war von dem Monumentalbau allerdings wenig begeistert. So wetterte Hans Hildebrandt 1924, Höger habe das Chilehaus "mit nicht mehr zu überbietender Selbstreklame der Öffentlichkeit zur Bewunderung" erschaffen. Das sehen die Heutigen anders. Seit Juli 2015 ist der "steinerne Dampfer" ein Stück Weltkultur, ausgezeichnet von der UNESCO.

Wir gratulieren dem glücklichen Gewinner Uwe Marbes!

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Autor: Volker Stahl

HBZ · 04/2026
 
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